VFL-FRAUEN STARTEN MIT EINEM KLAREN 3:0 GEGEN HERTHA BSC

So kann eine Sai­son begin­nen. Die Frauen des VfL Bochum haben ihr erstes Meis­ter­schaftsspiel mit 3:0 gegen Auf­steiger Hertha BSC gewon­nen – und dieser Sieg war auch in dieser Höhe verdient.

Von der ersten Minute an hat­te der VfL das Spiel im Griff. Bochum bes­timmte das Tem­po, gewann viele Zweikämpfe und ließ die Berliner­in­nen kaum zur Ent­fal­tung kom­men. Am Ende standen 20 Abschlüsse für den VfL ger­ade ein­mal zwei der Gäste gegenüber. Deut­lich­er lässt sich der Spielver­lauf kaum zusammenfassen.

Nina Lange ist die erfolgreiche Stürmerin des Vfl Bochum in der 2. Frauen Fussball-Bundesliga
Stürmerin Nina Lange (Archiv­bild) erzielte ele­gant das 1:0 für den Vfl Bochum

Das 1:0 erzielte Nina Lange. Sie set­zte sich auf der linken Seite durch und schob den Ball ele­gant an der Torhü­terin vor­bei ins lange Eck. Noch vor der Pause erhöhte Noe­mi Gen­tile auf 2:0.

Gen­tile war die auf­fäl­lig­ste Spielerin auf dem Platz. Die Ital­iener­in ist neu beim VfL, wirk­te aber so, als würde sie schon lange zu dieser Mannschaft gehören. Ihre Pass­sicher­heit, ihre Über­sicht und vor allem ihr Zusam­men­spiel mit Anna Moczars­ki waren stark. Bei­de ver­standen sich im Mit­telfeld teil­weise fast blind.

Nach dem Spiel sagte Gen­tile dazu: „Es hat sich so ange­fühlt, als hät­ten wir schon ein­mal zusam­menge­spielt.“ Vieles sei natür­lich ein­studiert, manch­es entste­he aber auch intu­itiv. Genau das war auf dem Platz zu sehen.

Nach den ersten Wech­seln brauchte der VfL in der zweit­en Hal­bzeit für einige Minuten, um wieder richtig in seinen Rhyth­mus zu find­en. Hertha kam dadurch etwas bess­er ins Spiel, wirk­lich gefährlich wurde es aber nicht. Die Bochumer Abwehr stand sich­er und fing fast jeden Angriff frühzeit­ig ab.

Das 3:0 erzielte schließlich Anna Mar­ques nach ein­er unüber­sichtlichen Szene im Strafraum. Der Ball sprang mehrfach hin und her und lan­dete am Ende doch noch im Berlin­er Tor.

Ein möglich­es viertes Tor blieb dem VfL ver­wehrt, als die Hertha-Torhü­terin einen Rück­pass ein­er eige­nen Mit­spielerin auf­nahm, der fäl­lige indi­rek­te Freis­toß aber ausblieb.

Trainer­in Kyra Mali­nows­ki wollte nach dem Spiel keine einzelne Spielerin her­vorheben. Für sie stand die Mannschaft im Mit­telpunkt. Genau das passte zu diesem Auftritt: geschlossen, konzen­tri­ert und über 90 Minuten überlegen.