DER ALTE FEIND — DIMITRIS NOLLAS

02/03/2008

ISBN: 9783929889789 — Εκδότης: Romiosi­ni Ver­lag Köln 2006 zweis­prachig / 16,80 € / 186 S. / Pb Διεθνής Έκθεση Βιβλίου στη Λειψία 13–16 Μαρτίου

ERZÄHLUNGEN GRIECHISCH-DEUTSCH MIT EINEM NACHWORT VON ALEXIS ZIRAS

Dim­itris Nol­las veröf­fentlichte 1974 seine erste Erzäh­lung „Fee von Athen“ und ist seit­dem in Griechen­land und in Ame-rika mehrfach aus­geze­ich­net wor­den.

„Möglichst vie­len Ereignis­sen mit möglichst weni­gen Wörtern“ auf den Grund gehen, dies trifft auf die Erzäh­lun­gen von Dim­itris Nol­las zu. Die Orte dieser meist knap­pen Hand­lun­gen sind Hotels, Kneipen, Bahn­hof­shallen, oder sie
spie­len sich unter­wegs ab, z. B. im Last­wa­gen wie in „Die Geschicht­en sind immer die von anderen“. Es scheint fast so, als ob das Innen-leben der Fig­uren vor frem­den Blick­en geschützt wer­den soll.
Die Anre­gun­gen für das schrift­stel­lerische Schaf­fen von Dim­itris Nol­las entstam­men oft seinen eige­nen Erfahrun­gen, denn er hat in vie­len Städten und an vie­len Orten gelebt und immer scharf beobachtet. Seine Erzäh­lun­gen han­deln u. a. von Men­schen im Aus­land, deren Herkun­ft griechisch ist, und von in Griechen­land leben­den Men­schen aus­ländis­ch­er Herkun­ft. Von sich selb­st sagt er, dass er es nur in seinem eige­nen Land geschafft hat, sich wie ein Fremder zu fühlen.
Diese Erfahrung teilt auch Kos­mas in „Ein ver­loren­er Per­son­alausweis“. Jen­er ver­lässt sein Heimat­dorf, um in Athen sein Glück zu machen, doch es kommt anders als geplant. Nach Ver­lust von Ver­mö­gen und Per­spek­tive ist er dazu gezwun­gen, von Schwarzarbeit zu leben – als einziger Grieche unter Aus­län­dern. Zu guter Let­zt erken­nt Kos­mas, dass seine ein­sti­gen Pläne die reine Torheit waren: „Und wo willst du denn hin, armes Lud­er? Siehst du denn nicht, wie klein die Welt ist? Wo immer du hingehst, du bleib­st darin…“

AUS DEM GRIECHISCHEN VON HANS EIDENEIER