Griechische Anleihen sind wieder gefragt

Auch wenn der Euro am heuti­gen Tag plöt­zlich gefall­en ist: Volk­swirte und Fonds­man­ag­er u.A. auch des renomierten Union Invest­ment melden gute Nachricht­en für Griechenland.

Anlei­hen des hochver­schulde­ten Griechen­land sind bei Inve­storen näm­lich wieder gefragter. Die sich gegen­läu­fig zu den Kursen entwick­el­nden Ren­diten der in diesem Jahr begebe­nen neuen fünf- und zehn­jähri­gen griechis­chen Staat­san­lei­hen sanken gestern entsprechend auf 5,5 und 6,1 Prozent. Das waren die niedrig­sten Stände seit die Papiere auf den Markt kamen.

Gestützt wur­den die Nach­frage durch die Ankündi­gung der EU-Län­der, Griechen­land im Zweifels­fall vor der Insol­venz zu ret­ten — auch wenn es dazu noch keine Beschlüsse gibt. “Diese Zusage macht griechis­che Anlei­hen für langfristig ori­en­tierte Inve­storen außeror­dentlich attrak­tiv”, sagt Har­ald Preißler, Chefvolk­swirt des auf Staat­san­lei­hen spezial­isierten Ver­mö­gensver­wal­ters Bantleon. Zudem habe das Land selb­st die geforderten Spar­maß­nah­men eingeleitet.

Preißler geht davon aus, dass die Griechen die bessere Stim­mung der Anleger nutzen wollen, um im April neue Anlei­hen zu begeben. Angesichts der guten Nachricht­en sollte es dafür auch genü­gend Inve­storen geben. Falls der Auf­schlag der neuen Anlei­he gegenüber ausste­hen­den Papieren attrak­tiv sei, werde es genü­gend Nach­frage geben, meint auch Rüdi­ger Kerth, Fonds­man­ag­er und Spezial­ist für europäis­che Staat­san­lei­hen bei Union Investment.

Quelle: Han­dels­blatt
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