Die 'dunklen Jahrhunderte' Griechenlands 1200 – 700 v. Chr.

Griechenland um 1200 v. Chr.:
Das ganze Land wird von einer Welle ungeklärter Katastrophen überzogen, die zum Untergang der mykenischen Paläste führen. Die prachtvolle Hochkultur der Mykener versinkt in Schutt und Asche; es folgt eine lange rätselhafte Periode ohne Schrift und Monumentalarchitektur, die sog. „Dunklen Jahrhunderte Griechenlands“. Vor dem Hintergrund dieser Zeit lässt Homer seine Helden der Ilias und Odyssee agieren.

Die Ausstellung entführt den Besucher in das spannende Leben jener Helden: Wie lebte ein Fürst wie Odysseus? Mit welchen Waffen kämpfte ein Krieger wie Agamemnon? Welchen Schmuck schenkten die Helden ihren Frauen und Töchtern? Außerdem zeigen kostbare Exponate aus Zypern, dass die wohlhabende Kupferinsel die Krisenjahre schnell überwand und Luxusgüter für die griechischen Helden produzierte.

Zahlreiche archäologische Untersuchungen der letzten Jahrzehnte lassen diese Epoche in neuem Licht erscheinen: als eine wichtige Zeit des Umbruchs und der Erneuerung. Mehr als 400 hochrangige Objekte aus bedeutenden europäischen Museen, darunter beeindruckende Waffen, hochwertige Keramik und kostbarer Goldschmuck bezeugen dies in der Ausstellung. Seltene Grabfunde, u. a. Kriegerstatuetten und Streitwagen sowie frühe Opfergaben, beleuchten die heroischen Ideale.

Eindrucksvolle Inszenierungen, darunter ein begehbarer Teilnachbau des Heroon von Lefkandi mit einer mysteriösen Grabstätte, und interaktive Bereiche lassen die „dunklen Jahrhunderte“ lebendig werden. Ein umfangreiches Begleitprogramm macht das Thema mit allen Sinnen erfahrbar.

Quelle: Badisches Landesmuseum Karlsruhe www.landesmuseum.de